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Rolf Krumsiek (1934-2009)


Oberstadtdirektor von Wuppertal und Staatsminister in Nordrhein- Westfalen
geb. am 31. August 1934 in Obernkirchen, verstorben am 23. Oktober 2009 in Münster/Westf.
SBV Teutoburg Münster, B! Germania Göttingen, beide Schwarzburgbund

"Ich habe ihn als einen Menschen von großer Integrität, Zielstrebigkeit und Besonnenheit kennen gelernt", würdigte Peter Jung, Oberbürgermeister von Wuppertal, den ehemaligen nordrhein-westfälischen Politiker, der seine politische Karriere 1966 als Stadtrat in Göttingen begonnen hatte. An der dortigen Universität war er 1965 mit einer Arbeit über "Das Bergrecht Schaumburg-Lippes und der Grafschaft Schaumburg" promoviert worden. 1970 wechselte der Jurist ins Bergische Land und war zehn Jahre lang als Oberstadtdirektor in Wuppertal tätig. Johannes Rau holte Rolf Krumsiek schließlich in die Landespolitik: Dort war er als Chef der Staatskanzlei (ab 1980), Minister für Wissenschaft und Forschung (ab 1983), Justizminister (1985 bis 1995) und ab 1992 auch als kommissarischer Ressortchef für Arbeit, Gesundheit und Soziales tätig. 1999 kehrte Krumsiek, der sich zugleich im Deutschen Roten Kreuz als Vizepräsident des Landesverbandes Westfalen-Lippe engagierte, noch einmal an seinen früheren Wirkungsort zurück: Nach dem schweren Schwebebahnunglück von 1999, das fünf Menschenleben forderte, übernahm er vorübergehend den Vorstandsposten der Wuppertaler Stadtwerke.

Text: Axel Bernd Kunze

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