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Regionaltreffen


Der Lassalle-Kreis verfügt auch über regionale Strukturen (Siehe Menü: Service/Regionalvertreter). In regionalen Stammtischen werde aktuelle SPD-Themen genauso wie interne Belange diskutiert.
Exemplarisch finden Sie im Folgenden einen kurzen Bericht des Frankenstammtisches vom März 2011:

 

Regionaltreffen Franken - Bericht

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Farbenschwestern und Farbenbrüder,

am 30. März fand das erste fränkische Regionaltreffen des Lassalle-Kreises im Bamberger Brauereigasthof „Spezial“ statt – gerne möchte ich Euch kurz davon berichten. Der Abend diente dem Kennenlernen und dem politischen Austausch – nicht zuletzt über das Zusammenspiel von SPD und Korporationen an den fränkischen Hochschulorten. Wir haben vereinbart, dass wir uns künftig gegenseitig vernetzen wollen, vor allem per E-Mail. Gemeinsame Treffen soll es bei aktuellen Anlässen geben. Anfragen, die einzelne Hochschulorte betreffen, werden wir untereinander entsprechend weiterleiten. Inhaltlich sprachen wir nicht zuletzt über den vorliegenden Satzungsentwurf des Lassallekreises; die Vorschläge werden wir dem Vorstand in Kürze zuleiten.

Vor dem Regionaltreffen fand eine Gedenkfeier in der Luitpoldstraße statt, wo drei „Stolpersteine“ an Willy Aron (Burschenbund Wirceburgia) und seine Eltern erinnern. Willy Aron, selbst korporierter Sozialdemokrat, war das erste Opfer, das der Nationalsozialismus aus Bamberg forderte. Hatte er sich bereits vor der sogenannten „Machtergreifung“ im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, als Mitglied der Arbeiterjugend und als junger Justizreferendar gegen den Nationalsozialismus engagiert, wurde er unmittelbar danach verhaftet und im Mai 1933 im Konzentrationslager Dachau brutal ermordet. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Bamberg. Der Erste Vorsitzende für die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg e. V. (www.willy-aron-gesellschaft.de) und ich für den Lassallekreis hielten zwei kurze Gedenkreden. Der Vorsitzende der Aron-Gesellschaft überlegte in seiner Rede, was aus Willy Aron geworden wäre, wenn er den Nationalsozialismus überlebt hätte; vielleicht hätte er sich in der frühen Bundesrepublik als Jurist auf ähnliche Weise engagiert wie Fritz Bauer.

Gemeinsam gedachten wir Willy Aron in einer Schweigeminute und legten ihm zu Ehren eine Rose an seinem „Stolperstein“ nieder. Zu der Gedenkfeier konnten wir auch einige Gäste begrüßen, darunter zum Beispiel den Bamberger Diözesanbeauftragten für das Martyrologium des zwanzigsten Jahrhunderts und eine Schülerin, die an einer Facharbeit über Willy Aron arbeitet. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch auf die neue Homepage des Lassallekreises und die Rubrik korporierter Sozialdemokraten hingewiesen, die auch an Willy Aron erinnert. Die Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg  und der fränkische Lassallekreis vereinbarten, künftig vertrauensvoll zusammenzuarbeiten und das Gedenken an unseren korporierten Genossen Willy Aron zu pflegen, unter anderem durch den gemeinsamen Einsatz für das geplante  Denkmal „Bamberger Widerstand“, mit dem auch Willy Aron als Vertreter des örtlichen sozialdemokratischen Widerstandes geehrt werden soll. Die Erinnerung an Willy Aron ist für uns Vermächtnis und Auftrag zugleich. Wir verneigen uns in Hochachtung und Dankbarkeit vor unserem korporierten Genossen, der sich in politisch schwerer Zeit für Freiheit und Demokratie eingesetzt hat  - und für diesen Einsatz mit seinem jungen Leben bezahlen musste.

Ich denke, dass dies ein guter Auftakt war. Wer etwas bewegen möchte, muss sich vernetzen. Umso erfreulicher ist es, wenn der Lassallekreis in Franken mit der Willy-Aron-Gesellschaft Bamberg, an deren Gründung  zahlreiche Bamberger Sozialdemokraten beteiligt waren, zusammenarbeiten kann. Der erste Schritt, die korporierten Genossen in Franken stärker zu vernetzen, ist getan. Gehen wir die weiteren Schritte.